Keine Angst vor großen Schnecken

Zweitklässler erforschen afrikanische Riesenschnecken. Interview mit Schülern der 2d


GS Eichendorff - Schnecken erzeugen bei Menschen oftmals zwiespältige Gefühle. Ihre schleimige und glitschige Haut erregt häufig Ekel und Abscheu. Große Neugier und Aufmerksamkeit hingegen erwecken ihre seltsame Gestalt sowie die langsame Fortbewegung.  -  Obwohl man viele Schneckenarten in den wärmeren Jahreszeiten auf Pflanzen und Wegen beobachten kann, wissen die meisten Menschen nur wenig über das Leben und den Körper der Schnecken.

Die Zweitklässler der Eichendorffschule wollten mehr erfahren. Im Sachunterricht haben sie deshalb wie Wissenschaftler mit zahlreichen Experimenten das Schneckenleben erforscht. Dabei arbeiteten sie nicht etwa mit heimischen Schnecken, sondern mit der Achatschnecke, einer afrikanischen Riesenschneckenart.

Wie war der Umgang mit den Schnecken? Welche Ergebnisse haben die Experimente gebracht? Das Eichen-Blatt  wollte es wissen und hat bei den Schülern der Klasse 2d nachgefragt:

Eichen-Blatt: Was habt ihr für die zwölf Experimentier-Schnecken getan, damit sie sich in eurem Klassenzimmer wie in ihrer afrikanischen Heimat fühlen konnten?

Jonas: Wir haben sie in ein warmes Terrarium gesetzt und täglich mit Wasser bespritzt.  

Eichen-Blatt: Ich habe gesehen, dass einige Kinder die Schnecken über ihre Hände laufen lassen. Wie fühlt sich das an?

Pablo: Die Schnecken saugen sich mit der Kriechsohle richtig an den Fingern fest. Das fühlt sich rau an, manchmal kitzlig und auch glitschig.

Eichen-Blatt: Natürlich musstet ihr die Schnecken füttern. Was fressen Schnecken? Habt ihr das Lieblingsgericht der Schnecken herausgefunden?

Florian:  Äpfel, Salat, Bananen, Brennnesseln, Möhren, Gurken und Löwenzahn.

Leon: Brei aus Zucker und Mehl haben unsere Schnecken am liebsten geschleckt. Außerdem fressen sie Kalk, um ihr Schneckenhaus bauen und vergrößern zu können.

Eichen-Blatt: Auch mit der  Lupe konnte ich bei den Schnecken keine Zähne entdecken. Wie zerkleinern Schnecken eigentlich ihre Nahrung?

Henrik: Das machen sie mit ihrer rauen Zunge, mit der sie ihr Fressen zerreiben. Die Schneckenzunge heißt Radula.

Eichen-Blatt: Wie habt ihr herausgefunden, ob Schnecken riechen können?

Robin:  Wir haben mit Essig einen Strich vor den Kopf der Schnecke gezogen. Die Schnecken sind zuerst stehengeblieben, haben dann einen Bogen gemacht und sind abgehauen. Also können sie riechen, sonst wären sie ja weitergekrochen.

Eichen-Blatt: Können Schnecken hören?

Claudia: Nein, Schnecken können nicht hören. Wir haben sie mit einer Trillerpfeife angepfiffen und sie haben sich nicht erschreckt.

Eichen-Blatt: Zum Schluss möchte ich noch von euch wissen, warum die Schnecke wohl als das stärkste Tier der Welt bezeichnet wird.

Hanna: Die Schnecke hat ihr Haus immer dabei und trägt es auf dem Rücken. Wer kann das sonst?

Eichen-Blatt: Ich danke euch für die Informationen und das Interview.

                                                                                                      

Antonia beim Schneckenbad. Bevor mit Schnecken                   Mutig lässt Wiebke die Schnecke über ihre

gearbeitet wird, werden sie in einem warmen Wasser-                Hand kriechen.

bad gesäubert.